Über Gebäudeautomation und Intelligentes Wohnen lässt sich viel schreiben. Das Themenfeld ist komplex, oft helfen auch noch so raffinierte beschreibungen und bildhafte Sprache nicht weiter. Viele Begriffe, wie der des Systemintegrators sind abstrakt und lösen für Laien wenig Assoziationen aus. Doch letztlich muss das den Endbenutzer gar nicht interessieren. Er oder Sie wollen wissen, was man vom Resultat hat.
EIBROM hat daher schon lange einen Showroom, wo die ganze Technik hinter dem Schalter und den Lampen ausgeblendet wird und die Funktionalität in den Vordergrund tritt.
Mit dem Umzug an die Austrasse 61 in Dietikon sei es viel einfacher geworden, auch spontan den Besuchern etwas im Showroom zu zeigen, meinten Roland und Jürg Keller beim Interview. Vorher gingen sie entweder in Rolands Wohnung oder aber gleich nach Hühnenberg ins Futurlife.
Spontane Besuche waren daher fast unmöglich. Am neuen Ort haben sie gleich eine doppelte Überraschung parat. Der Showroom im Keller zeigt kompakt die vielfältigen Funktionen des Intelligenten Wohnens: Licht, Beschattung, Audio und Video. Ein Beamer, der automatisch aus der Decke fährt. Eine Deckenbeleuchtung mit stufenloser Farbwahl. Ein Mulitroomsystem, dass selbst die Toilette mit Musik beschallt. Und alles ist auch über ein iPhone / Ipad steuerbar. Wem jedoch das alles noch zu statisch ist, kann sich gerne in der Wohnung von Jürg Keller, im selben Haus, aber fünf Stockwerke höher, eines Besseren überzeugen. Dort wohnen Jürg und Monika Keller und nutzen diese Technik tagtäglich. Tendenziell wird diese auch immer weiter ausgebaut.


Die neuste Errungenschaft ist die Fernsteuerung des Whirlpools auf der Terrasse. Mit dem Fernzugriff können die Beiden den Whirlpool nach einem strengen Arbeitstag vorheizen lassen. Oder die Funklautsprechersäule, robust für den Aussengebrauch, mit eingebauten Akku: Laufzeit fast einen Tag. Das Multiroomsystem ist zweigeteilt. Der nördliche Teil der Wohnung wird mit den handelsüblichen Logitech Slimdevices beschallt. Der südliche Teil der Wohnung mit Sonos. Die Musik holen beide Systeme vom zentralen Medienserver in der Abstellkammer.
Viel beachtet von den Besuchern seien auch die vernetzten Haushaltsgeräte von Miele. Diese zeigen Beispielsweise auf dem Display des Backofens an, wie lange die Wäsche im Tumbler noch getrocknet wird – minutengenau. Die Steuerung der Heizung übernimmt das kabellose KNX-System Synco Living. Ausserdem wird im Moment gerade die neue Bedienoberfläche getestet. Diese ist viel versprechend, der Benutzer kann den eigentlichen Desktop auf dem Flachbildschirm selber anordnen. Die Bedienung erfolgt nicht nur durch Drücken, sondern auch durch Bewegungen auf dem Touchscreen. Weitere Ideen werden dort bald getestet, zum Beispiel Skype, so dass man direkt über den Touchscreen kommunizieren könnte. Man sieht überhaupt, die Ideen gehen den beiden Tüftlern nicht aus. Wenn neue, viel versprechende Geräte auf den Markt kommen, dürfte es nicht lange dauern, bis dass eine oder andere auch hier wieder zu finden ist.
Und was noch sehr wichtig zu erwähnen ist: diese Wohnung wurde bewusst nicht von Anfang an für alle diese Installationen konzipiert.
Als Basis diente eine Installation, wie man sie heute überall einer Eigentumwohnung hat. Erst nachträglich rüsteten Roland und Jürg Keller die Wohnung mit KNX und der ganzen Multimediatechnik nach. Damit könnten Sie gleich beweisen, dass solche Installationen auch in bestehenden Objekten sehr gut möglich sind.
Ein dritter Showroom hat seine Pforten öffnen: Die Filiale im Wallis erhielt ab Oktober 2009 ebenfalls einen Showroom. Wer jetzt neugierig geworden ist, der dürfe auch ohne konkrete Absichten jederzeit gegen Voranmeldung auf einen Besuch kommen, betonten Roland und Jürg Keller..